Ein perfekter plan
Eigentlich hätte alles so perfekt getaktet sein können wie ein präziser Prompt. Der Tagesplan stand, die Workshops waren vorbereitet und die Vorfreude auf Maria Alm 2026 war -wie jedes Jahr- groß. Seit vielen Jahren fahren wir als netzeffekt-Team einmal im Jahr für einen intensiven Workshop-Tag in das wunderschöne 1001meter Hüttendorf Maria Alm am Steinernen Meer in Österreich. An die 50 Kolleginnen und Kollegen folgten diesmal dem Ruf unserer Geschäftsführung Werner Kubitschek, Wolfgang Vogt und Bernd Stieber zur wohlbewährten Mischung aus Workshop, Teambuilding und echtem Kennenlernen.
Doch dann kam erst einmal die Realität. In Form eines Busfahrers. Bereits 90 Minuten nach Abfahrt in München Laim hieß es: Rastpause kurz vor Kufstein. Lenkzeit des Fahrers überschritten! Ein Umstand, den selbst Zeitplan-Queen Rebekka Barnhusen als Workshop Organisatorin nicht einplanen konnte. Statt mit eiskalter Effizienz starteten wir also mit 45 Minuten Verspätung in unser zweitägiges Programm.
KI ist Handwerk
Nach einer Jausen-Stärkung inklusive der ersten kollegialen Rangeleien am Buffet empfing uns Bernd zum Intro der Workshops. Er stellte genau die drei Fragen zur KI, die viele von uns beschäftigen: „Sind wir weit genug? Bin ich persönlich weit genug? Ist das alles nur ein Trend?“
Seine Antwort war klar und unaufgeregt: KI ist kein Hype, der wieder verschwindet.
Sein Appell: Beschäftigen wir uns damit. Nicht hektisch, nicht panisch, sondern ernsthaft und mit klarem Kopf.
Dabei richten wir uns bei netzeffekt an einer klaren Vision aus: Mehr Impulse, mehr Effizienz und mehr Qualität. Unser Vorteil: Bereits 2023 haben wir die erste fachliche Basis gelegt. Seither trifft sich der Arbeitskreis KI-Union mit dem Ziel, nah an Trends zu sein, Neues auszuprobieren und das Thema allgemein in der Firma zu kommunizieren. Wir können die neue Thematik daher aus einer Position der Stärke angehen. Panik? Brauchen wir nicht.
Prozess statt Lösung
Denn aus der Arbeits-Union soll nun mehr werden. Unser Kollege Florian List stellte Leitplanken vor, damit wir im KI-Tool-Dschungel des Arbeitsalltags die Orientierung behalten. Welche Tools gibt es überhaupt? Welches ist das richtige für unseren Auftrag? Und wie verhält es sich mit dem Datenschutz?
Danach hieß es für uns: Ab in die Hütten!
Dabei war das Ziel der sich anschließenden Gruppenarbeiten nicht, fertige Lösungen zu präsentieren, sondern nachhaltige Prozesse anzustoßen. Es ging darum, den Grundstein für eine neue Art unserer Zusammenarbeit zu legen:
-
REPORTING: Gruppe 1 tüftelte an einem KI-Prozess für automatisierte Reports.
-
PUBLISHER-AKQUISE: Gruppe 2 ließ die KI nach neuen Publishern crawlen und diese zeiteffizient verwalten.
-
WETTBEWERBS-CHECK: Gruppe 3 widmete sich der KI-gestützten Wettbewerbsanalyse. Unser Ziel: Marktveränderungen nicht nur beobachten, sondern durch KI-Analysen schneller verstehen und darauf reagieren.
-
CREATIVE & MEDIA: Gruppe 4 baute eine Brücke zwischen Kreation und Media, um Trend-Reports automatisiert fließen zu lassen.
-
DATENANALYSE: Gruppe 5 bemühte sich um einen datenschutzkonformen, informativen und disziplinübergreifenden Ansatz für conversational Analytics – talk to my data!
-
ANGEBOTS-TURBO: Gruppe 6 entwarf einen Prozess, der Kundenmails direkt in strukturierte Angebotsentwürfe verwandelt.
Gipfel, Bikes und Ehrliche
Nach der geistigen Arbeit in den Gruppen folgte die Kür im Freien: Teambuilding-Angebote luden uns zum Wandern, E-Biken oder einfach Chillen und die Natur genießen ein.
Da waren zum einen „Die Eisernen“ rund um Werner Kubitschek, die sich den Berg hochkämpften – trotz fortgeschrittener Uhrzeit und Nebel. Dann „Die Funktionsklamotten-Gang“, die auf E-Bikes die Trails unsicher machte. Und schließlich „Die Ehrlichen“: eine Gruppe netzeffektler blieb einfach im Hüttendorf, ratschte, saunierte oder genoss den Infinity-Pool mit Blick auf das Steinerne Meer. Dass es dort trotz beheiztem Wasser nach fünf Minuten „frisch“ wurde, tat der Stimmung keinen Abbruch – schließlich hatten wir unseren Kollegen Franz* (*Name von der Redaktion geändert) dabei, der den Aqua-Jogging-Trainer gab und uns in Bewegung hielt.
Beeriger Abschluss
Ausgiebig belohnt wurden alle geistigen und körperlichen Anstrengungen am Abend: Es gab Grillspezialitäten und wie jedes Jahr als Highlight zum Schluss: Kaiserschmarrn, garniert mit heißen, getränkten Beeren direkt vom Grill. Die Verspätung vom Vormittag? Wurde spätestens von der Musik des DJs am späteren Abend übertönt.
KI – Was nehmen wir mit?
Maria Alm 2026 hat gezeigt: die KI nimmt uns die Arbeit nicht ab (schade!), sie verändert aber unseren Wertbeitrag. Die angestoßenen Prozesse, von KI-gesteuerter Publisher-Akquise bis automatisierter Wettbewerbsanalyse, vernetzen unsere Arbeitsweise und geben uns die Möglichkeit, repetitive Aufgaben effizienter zu lösen. Reinster Cashback in Form von gewonnener Zeit, die wir zurück in die Projekte stecken um zu gewinnen, was keine KI uns bieten kann: echte Qualität, Effizienz und eine wirklich gute Beratung.
Wir sind bereit für die künstliche Zukunft. Nur bitte ohne weitere Lenkzeitunterbrechung.
Vielen Dank für diesen tollen Workshop!